Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen zum Thema Industrieboden

Grundsätzlich gilt:

Jede industrielle Nutzung des Betonbodens verlangt eine individuelle Planung. Belastung und Nutzung entscheiden über den konstruktiven  Aufbau der Betonbodenplatte sowie die erforderliche Güte (Betonklasse) des einzusetzenden Betons.

Video: Herstellung Industrieboden für ein Außenlager

Dieses Video zeigt einen der interessantesten Arbeitsgänge beim Bau von Betonböden. Der frische Beton wird eingebracht und verdichtet.

Vorher wurden der Unterbau mit Tragschicht und Isolierung eingebaut. Bei Außenflächen sind Entwässerung und Frostsicherheit zu beachten.

Warum gibt es verschiedene Bauarten von Betonböden?

Die endgültige Bauart des Betonbodens ergibt sich, nachdem die verschiedenen Wirk- Einflussgrößen, wie z.B.:

• Belastungsart (statisch, dynamisch, Biegung),
• Oberflächennutzung (Regale, Fahrstreifen, Produktion)
• Witterungseinflüsse usw.,

genau ermittelt und analysiert worden sind.

Grundsätzlich sind zwei unterschiedliche Konstruktionsvarianten im gewerblichen/industriellen Umfeld möglich.

Unbewehrter Betonboden mit geschnittenen Fugen

Hierbei handelt es sich um den klassischen Betonboden schlechthin.

Als Faustregel für den Einsatz bzw. Auswahl dieser Betonbodenvariante gilt:

geringe, mittlere und hohe Beanspruchung
normale Nutzung
Weitere Informationen finden Sie hier:

Fugenloser Betonboden mit Bewehrung

Wenn hohe Ansprüche an den Betonboden gestellt werden, z.B. in Hochregallager, bei Schwerlasttransport Nutzung oder ein großflächiger fugenloser Betonboden gewünscht wird, dann wird diese Bauart ausgewählt.

Als Faustregel für den Einsatz bzw. Auswahl dieser Betonbodenvariante gilt:

• über das normale Maß der Nutzung hinausgehend
• individuelle und besondere Anforderungen
• schwindfugenloser Betonboden
• höchste Anforderungen an Ebenflächigkeit

Weitere Informationen finden Sie hier:

Betonböden werden verschleißfester durch Hartstoffe (Hartbeton)

In der Praxis hat sich Hartstoff (Hartbeton), als sehr harte und widerstandsfähige Oberflächenschicht auf den Betonboden aufgetragen, bestens bewährt. Hartstoffoberflächen dienen auch dazu, zeitgleich mit Stahlfaserbeton eingebaut, zur Abdeckung von stahlfaserbewehrten Bodenplatten.

Es gibt zwei Bauarten zur Verschmelzung mit der Bodenplatte:

• Hartstoff (Hartbeton) frisch in frisch aufgebracht – in einem Arbeitsgang mit der Bodenplatte. Dies verkürzt die Baukosten und Bauzeit erheblich

• Hartstoff (Hartbeton) mit Haftbrücke nachträglich aufgebracht

Industrieboden mit integrierter Flächenheizung

Betonböden können mit einer energiesparenden Industrieboden Flächenheizung ausgestattet werden.

Es gilt die Faustregel, dass etwa 50% der Heizkosten gegenüber anderen Heizsystemen eigespart werden können.

Oft als störend empfundene Heizkörper entfallen, so dass der Raumboden zu 100% ausgenutzt werden kann.

Industrieboden Heizungen können in den Bodenvarianten Condulith® Standard und Condulith® Premium verarbeitet werden.

Problem Rissbildung – Warum?

Eine kurze Betrachtung der wesentlichen Erkenntnisse.

Grundsätzlich gilt, dass alle Bemessungsregeln des Betonbaus eine begrenzte Bildung von Rissen im Betonboden akzeptieren. Der DBV (Deutscher Beton- und Bautechnik-Verein E.V.) spezifiziert Risse im Betonboden als charakteristisch, also irgendwie dazugehörend.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Die Bedeutung der Fugenprofile

Fugenprofile werden benötigt, um Schwachstellen im Betonboden zu vermeiden und nachhaltig zu reduzieren.

Fugenprofile im Betonboden helfen Schäden zu vermeiden. Sie sind deshalb zwingend geboten, die Nutzung im alltäglichen Gebrauch sicherzustellen.

Welche Arten von Fugenprofilen gibt es?

• Schwerlast Fugenprofile für Innenräume, z.B. Con KS TDS 170+ Sinus
• Freiflächenfugenprofile, z.B Con KS RDS 170+
• Sanierungsprofile, Con SP 60 d

Betonboden und Einpflege

Der Betonboden soll über einen langen Zeitraum ansehnlich bleiben und optimal auf die zukünftige Nutzung „eingestellt“ werden.

Dies wird durch die sog. Einpflege bewerkstelligt. Hierzu werden, mit Blick auf die spätere Nutzung, spezielle Chemikalien auf die Oberfläche des Betonbodens aufgebracht.

Dieser Vorgang wird auch als Oberflächenveredelung bezeichnet. Condulith® empfiehlt Wirkstoffe die auf der C2 Nano-Lithium-Technologie basieren.

Betonboden mit ESD-Beschichtung

In besonderen Fällen ist es erforderlich, den Betonboden oder einzelne Teile davon vor elektrostatischen Entladungen (ESD) abzusichern. Dies geschieht durch eine auf den Betonboden aufgebrachte Schicht von ableitfähigem Epoxidharz.

Epoxidharz gibt es in verschiedenen Spezifikationen und Farben, so dass auf jeden Anwendungsfall individuell eingegangen werden kann.